Man muss sich das einfach noch einmal anschauen. Diesen Elfer (Und nein, es ist kein Robben, weil das Spiel noch weiterging und die Huldigung im Text noch folgt) und dann den Treffer von Lewandowski. Sein Positionsspiel, wie er seinen Gorilla-Silberrücken zwischen Ball und Gegner bringt und den Ball annimmt, gefolgt von einem Käfig-Move, den ich mir immer wieder anschauen könnte. Eine Bewegung und dann den halben Meter Platz, um abschliessen zu können. Seht selbst: BVB vs. Ajax Lewandowski ist so grossartig, obwohl er mich vorher in den Wahnsinn getrieben und zu einem neuen Bierfleck aufm Sofa ursächlich beigetragen hat, weil er einfach nicht aufhört. Verstolpert,Read More →

Anmerkungen, unsortiert. Gehen wir einmal davon aus, dass Bayer nicht schlecht gespielt hat, sondern halt nur so gut, wie der BVB es zugelassen hat. Schmelzer spielte so wie gewohnt, wenn das Mannschaftsgefüge stimmt. Ich habe nichts dagegen, wenn die Spieler des BVB kritisiert werden, weil eben andere Maßstäbe angelegt werden an eine Spitzenmannschaft. Ich habe nur etwas dagegen, wenn eine Fehlerkette ignoriert wird. Wörns war 1998 nur der Idiot, der Matthäus lausiges Zuspiel nicht verwerten konnte und Hummels blieb gegen Italien gar nichts anderes übrig als rauszurücken. Götze in der zentralen Rolle mit erkannbarem Aufwind. Ich sehe ihn da optimal aufgehoben und Reus links stattRead More →

Im Angesicht dieses Schmalzgebackenen, das mir gestern in die Timeline gespült wurde, in aller Deutlichkeit: Man singt nicht über seine Kinder. Niemals. Es wird ausnahmslos furchtbar und ist für keinen relevant ausser einen selbst. Also jetzt hier zur Einstimmung Hartmut Engler heisst er glaube ich mit einem Lied für seine Tochter (der Klumpatsch ist natürlich nicht mal embeddbar) index.html?contentId=133764&initialTab=related#top Ich wiederhole mich, aber: furchtbar. Man kann über Kinder noch nicht einmal auf Englisch singen. Man kann mit seinen Kindern singen, im Auto, zu Hause, im Park. Das ist grossartig. Man kann ihnen Gutenachtlieder singen, das berührt. Aber man kann nicht die Menschheit damit beglücken wollen,Read More →

Es ist mein Verein und ich möchte nicht, dass er mir kaputt gemacht oder auch nur verleidet wird. Es ist mein Verein, aber ich möchte, dass es auch der Verein von Schwulen und Migranten sein kann.  Auch lesbische, schwarze Behinderte will ich hier haben. Und darum finde ich es zum kotzen, was die letzten Wochen offenbar wurde: Wir haben ein ernsthaftes Fascho-Problem in der Kurve. Ich verzichte ganz bewusst auf ein Verlinken der entsprechenden Banner im Spiel gegen Werder und das unerträgliche Gedenken an einen Vollspacko und die Bezugnahme auf die NWDO. Es hat viel zu lange gedauert, bis der Verein reagiert hat und auchRead More →

Vorneweg das Video von Pulled Apart By Horses Dann ein paar Worte zum Post-Hardcore. Es mag eine vorübergehend Phase sein, aber derzeit begeistern mich Bands wie etwa La Dispute, Touché Amoré, Thrice und die oben gezeigten Pulled Apart By Horses ungemein. Ich bin vor allem erstaunt, wie jung die Bands sind, aus eigener Wahrnehmung die 80er und frühen 90er als Blütezeit des Hardcore also gar nicht kennen und trotzdem musikalisch das an Energie aufgreifen, was mir immer gefallen hat und in komplexere Songstrukturen übertragen. Dazu etwa bei bei La Dispute Songtexte, die nicht aus “Brooklyn Muthafucka!” bestehen oder Ray Cappo Krishna Scheisse erzählen. Ich magRead More →

Ich finde Kettcar und Marcus Wiebusch im besonderen ja wirklich gut. Und zwar nicht, weil sie früher konsequente Punk-Musiker waren (Was sie natürlich waren mit …but Alive), sondern weil sie die Texte schreiben und die Musik machen, die sie wollen. Die Jungs sind ungefähr meine Generation, d.h. man ist kurz davor oder hat die 40 gerissen. Natürlich gibt es diesen schmerzhaften Hang zu Neo-Folk, der mich immer noch neue Death-Metal-Alben kaufen lässt ob der Schauderhaftigkeit vieler Ergüsse. Spex, Visions (wann haben die eigentlich die Songwriter Kategorie bei den Plattenkritiken eingeführt?) feiern sie für die Neue Ernsthaftigkeit ab. Ich auch. Ich habe schlicht keine Lust mehr,Read More →

Und damit stosse ich im Verein und vor allem im Fanclub immer wieder auf erstaunte Gesichter bis hin zur Ablehnung und Frage, was ich denn für eine verweichlichte Pussy sei. Fussball-Folklore halt. Dabei ist es doch mehr als das, denn der Schritt vom stumpfen Mitsingen, dass in Schalker Bäuche Messer gehörten, bis zu echter körperlicher Gewalt ist klein. Die Grenze zwischen Aggro-Gesang und Kloppe wird nur allzu leicht durch Akohol und gruppendynamische Prozesse aufgeweicht. Ich kann nachvollziehen, was Männer (und es sind nur Männer) dazu treibt, sich die Fresse zu polieren, statt lachend und Bier trinkend ein Spiel zu schauen. Testosteron funktioniert, Ausgrenzung auch undRead More →

Ich habe Zivildienst gemacht. Als wahrscheinlich ältester Zivi Berlins mit 25 nach dem ersten Staatsexamen. Dabei war ich schon einberufen zu den Panzergrenadieren nach Hamburg. Ich sollte mich dort einfinden am Tag meiner 3. Klausur. Konnte ich also nicht und liess mich mit dem zuständigen Uffze verbinden. “Guten Tag Herr General, hier Vogel, ich komme nicht, Schönen Tag noch!” Aufgelegt. Dabei hatte mir die Bundeswehr sogar angeboten, mir den Grundwehrdienst vollständig zu erlassen, wenn ich mich als Jurist irgendwo im Filbinger-Korps einfinde und als Beisitzer besoffene 18jährige verurteile, die lieber saufen und fummeln, als Kasernen zu schrubben. Hat mich nicht überzeugt. Musste ich also verweigernRead More →