Ich komme nicht mehr raus. Und darum in kurzen Worten die unglaubliche Geschichte, wie ich einmal eine Klausur schreiben wollte und eine Glocke bimmelte, ich einen Tag länger leiden musste und in einer Rechtskurve von der Bornholmer Strasse in die Schönhauser Allee einbiegend bei langsamer Fahrt aus der halbgeöffneten Beifahrertür auf den regennassen Asphalt kotzte. Und das kam so. Ich habe ja nicht nur ein, sondern gleich zwei Staatsexamina absolviert. Nummer eins 1998 und Nummer zwei 2001. Diese ganze Zeit muss so traumatisierend gewesen sein, dass ich wahrscheinlich Ereignisse aus beiden Schlachten vermische. Schlacht ist jedenfalls ein bewusst gewählter Ausdruck. Mir sind solche unwürdigen, beklemmendenRead More →

Aus mir wird kein Fan mehr für Erstrundenpokalspiele, die mit achtstündiger Zugfahrt zu erreichen sind. Zunehmend gefällt mir der Beifahrersitz, mögen die Allesfahrer hinterm Steuer Platz nehmen. Immerhin bin ich heute Morgen mit Trikot raus. Zum Bäcker in Giesing. Da wohne ich zwar nicht, aber da ist München blau. Und man bekommt regelmässig ein freundliches Lächeln. Ein der Feind-meines-Feindes-ist-ein-Freund-Lächeln, aber ein Lächeln. Und echt gezz, ich freue mich auf Wilhelmshaven. Und Augsburg. Und alles, was kommt. Ich freue mich auf Kuba, geschmeidig nach innen ziehend und wünschte, er träfe noch einmal auf Rafinha, um ihm die Gelegenheit zu geben, diesen Was-will-dieser-durchgeknallte-Zwerg-von-mir Gesichtsausdruck aufzusetzen. Ich freueRead More →

Es ist ja so, dass ich regelmässig ankündigen muss, wenn unter der Woche Fussball läuft und ich den grossen Fernseher haben möchte. Vergesse ich es, weiss ich ganz genau, dass ich besser ohne dafür gelobt werden zu wollen, einige wesentliche Arbeiten in der Wohnung schnell, sauber und kommentarlos fertigstellen sollte. Die zutreffende Weisheit, dass ein Mann Dinge erledigt, wenn er es versprochen hat und nicht alle sechs Monate erinnert werden muss, die lasse ich dann weg. Aber Frau und Töchter wissen, wie wichtig mir das Spiel ist und schlussendlich sitze ich dann vorm Fernseher. Alleine. Meine Frau verachtet Fussball und achtet meine Leidenschaft. Was eineRead More →

Es ist in der Tat ein sehr unterhaltsamer und aufschlussreicher Fragebogen, den die Patschbella hier initiiert hat. Ich möchte ihn auch beantworten. Und das geht so: Blogger-Typ: Erst im Spätherbst angefangen. Meiner Adoleszenz und des Jahres 2012. Und ich blogge so, wie ich auch in der Kneipe erzähle. Etwas sorgfältiger formuliert, aber die Geschichten, die ich auch beim Bier gerne erzähle und erzählt bekomme. Und ich finde es unfassbar viel einfacher über Fussball zu bloggen als über irgendein anderes Thema. Gerätschaften digital: Geschrieben wird dies hier zu Hause auf einem Sony Vaio netbook. Oder in Ausnahmefällen im Büro auf einem hp elitebook. Gelesen wird vonRead More →

Jetzt geht es. Am Montagmorgen ist tatsächlich diese erste Enttäuschung, diese tiefe, atemraubende und rückgratbrechende Enttäuschung überwunden. Wir hatten das Glück, einen BVB zu sehen, der eine unfassbare CL Saison gespielt hat. Wenn ich auch gerne die Klappe aufreisse, ich habe im August letzten Jahres nicht ansatzweise daran geglaubt, im Mai in Wembley zu stehen. Die Gruppenauslosung hat zu Schnappatmung geführt. Denn so sehr ich die Ereignisse der vorangegangenen CL Saison erklären kann, so wenig wollte ich dies noch einmal tun. Nicht, weil Schalke, Bayern und viele andere nicht über uns lachen sollten, sondern weil ich lachen wollte. Und Junge, ich habe gelächelt, als unserRead More →

Es war Ostern. Schwiegereltern sind da, man darf mittags zum Reh mit sensationeller Sauce schon ohne tadelnde Blicke Rotwein trinken, die Kinder haben Eier gesucht. Ich hörte mit Kuchen übersättigt eine Runde Iron Maiden. Ein Traum von Feiertag. Und Schmelzer hat einen Nasenbeinbruch und soll sich bitte nicht so anstellen. Männersport. Kein Hallenhalma. Wer das nicht abkann, soll halt gehen. Ihr aber selber. Unendlich mal doofer plus eins! Es ist so ermüdend. Woher haben diese Jungs, die durchgehend Justin Bieber, Pur und R. Kelly hören, eigentlich diesen Macho-Wahn. Ich meine, wenn man alle Hatebreed Alben am Stück hört, dann mag man so eine Attitüde entwickeln.Read More →

Ich fritiere, ich dünste, ich backe, ich grille, und neuerdings nutze ich sogar ADN (Advanced Dampf Nahrungsmittelerhitzer). ADN ist so etwas wie blanchieren, nur dass es 36mal so gesund ist. All diese Aktivitäten in der Küche betreibe ich, weil ich als Ehemann und Vater erreichbar sein will und meinen Beitrag leisten möchte. Insbesondere koche ich, weil es auch viele Journalisten und Kollegen tun. Der kleine Plausch beim Kochen und Grillen dürfte gerade bei fleischaffinen Journalisten und Politikern die SMS abgelöst haben. Kochen ist ein Versprechen: dauerhafte Verfüg- und Erreichbarkeit sowie die Möglichkeit, potentiell unendlich groß Mengen Fleisch und Fritten zu essen. Mittlerweile habe ich 22.500Read More →

Es ist kein Tabubruch, wenn der eigene Fanbetreuer angegriffen wird. Es ist noch nicht einmal besonders verwunderlich. Es ist lediglich Ausdruck der menschenverachtenden Gesinnung, des unbändigen Drangs zu Gewalt und des ständigen Gefühls, einem selber ging es schlecht, weil andere zu Unrecht besser gestellt seien. Der Tabubruch ist der erste tätliche Angriff auf einen Menschen, die Herabwürdigung des vermeintlichen Gegners und Feiern der eigenen Helden, der Tabubruch besteht schon in der Duldung von Nazistrukturen im Ordnungsdienst. Sollte erst der Angriff auf Jens und Thilo dazu führen, dass das Problem in seiner ganzen Tragweite bekannt wird, dann ist es zu spät. Vielleicht nicht zu spät, umRead More →

Ich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit. Ziemlich regelmässig sogar, es sei denn es regnet wirklich richtig. Ich brauche dafür morgens ca. 35 Minuten und abends 27 Minuten. Bestzeit sind 23 Minuten. Morgens gemütlich um nicht völlig durchgeschwitzt im Büro aufzuschlagen. Ist nämlich weniger kernig männlich als allgemein angenommen. Und ich dachte mir, wo ich schon mit 2012 abrechne und es kaum erwarten kann, bis 2013 so richtig losgeht mit der Abbuchung der KfZ-Steuer als originäres Startsignal, schaue ich doch mal, was ich auf dem Rad so gehört habe. Es wurde schon viel gelacht darüber, dass ich Helm trage, so eine neongelbe Sicherheitsweste und aufRead More →

Wer mich nicht nur lesen, sondern auch hören möchte, der kann dies hier machen. Stunde fünfundvierzig mit probek , remmidemm und fehlpass geplaudert. Ich weiss zwar nicht, warum sich das einer anhören sollte, aber bitte, ich wollte drauf hingewiesen haben.Read More →