Keine Lieder über Kinder

Im Angesicht dieses Schmalzgebackenen, das mir gestern in die Timeline gespült wurde, in aller Deutlichkeit:

Man singt nicht über seine Kinder. Niemals. Es wird ausnahmslos furchtbar und ist für keinen relevant ausser einen selbst.

Also jetzt hier zur Einstimmung Hartmut Engler heisst er glaube ich mit einem Lied für seine Tochter (der Klumpatsch ist natürlich nicht mal embeddbar)

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Ich wiederhole mich, aber: furchtbar. Man kann über Kinder noch nicht einmal auf Englisch singen. Man kann mit seinen Kindern singen, im Auto, zu Hause, im Park. Das ist grossartig. Man kann ihnen Gutenachtlieder singen, das berührt. Aber man kann nicht die Menschheit damit beglücken wollen, zu erzählen, wieviel einem Mandy, Cindy, Vida oder Walpurga bedeuten. Kinder sind niedlich? Geschenkt, ist so. Kinder können einen berühren? Geschenkt, ist so. Kinder will man beschützen? Ja, natürlich. Habe zwei davon und sie sind alles für mich, sie reiten auf meinen Schultern und ich bewache alle ihre Träume mit einer Waffe neben ihrem Bett. Aber ich bemühe mich, nicht ständig die Gottgleichheit meiner Kinder in die Welt zu brüllen und irritiert zu gucken, wenn der Addressat sich nicht gleich vor Begeisterung im Staub wälzt.

Behaltet eure Kinder für euch. Wenn ich euch mit ihnen treffe, spiele ich gerne Fussball mit ihnen oder Luftgitarre, schnitze mit höllisch scharfen Messern Speere oder zocke ohne dass ihr es wisst 5 Stunden Call of Duty Black Ops mit ihnen. Aber bitte, bitte singt mir nicht mit beglücktem Gesichtsausdruck vor, wie toll sie sind, was sie euch bedeuten und dass ihr so, so glücklich seid. Gerne auch noch mit einem gehauchten Dank an Gott. Hallo? Gehts noch? Unerträglich. Zudem bewahrheitet sich das, was Frau Potz sagt: Jeder, der ne Tele spielt, hält sich für nen Poeten. Und der Herre tut nicht mal das. Also Telecastern.

Wenn Kinder, dann so:

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