Reh, Giggs, Malaka.

Es war Ostern. Schwiegereltern sind da, man darf mittags zum Reh mit sensationeller Sauce schon ohne tadelnde Blicke Rotwein trinken, die Kinder haben Eier gesucht. Ich hörte mit Kuchen übersättigt eine Runde Iron Maiden. Ein Traum von Feiertag.

Und Schmelzer hat einen Nasenbeinbruch und soll sich bitte nicht so anstellen.

Männersport. Kein Hallenhalma. Wer das nicht abkann, soll halt gehen. Ihr aber selber. Unendlich mal doofer plus eins!

Es ist so ermüdend. Woher haben diese Jungs, die durchgehend Justin Bieber, Pur und R. Kelly hören, eigentlich diesen Macho-Wahn. Ich meine, wenn man alle Hatebreed Alben am Stück hört, dann mag man so eine Attitüde entwickeln. Aber doch nicht so.

Gleichwohl bin ich froh, dass wir Stuttgart erst wieder nächste Saison spielen und jetzt Málàgâ. Ich bin ja erstaunlich tiefenentspannt. Nicht nur weil ich uns ausgezeichnete Chancen aufs Weiterkommen ausrechne, sondern auch weil selbst bei einem Ausscheiden die Saison ok ist. Und nach zweimal grandios kann einmal ok kommen. Es mag natürlich auch sein, dass ich schlicht keine Ahnung habe, was mit Mâlágá auf einen zukommt. Bei allen anderen potentiellen Gegnern hätte ich eine ziemlich eindeutige Vorstellung gehabt. Hier weiss ich zB nur, dass ein durch Gaffatape zusammengehaltener Santa Cruz und ein Demichelis bei Màlàgà spielen. Und das wird nicht reichen.

Schön auch der griechische Kumpel, der mir mit zwei Worten zum Los gratulierte: Malaga, Malaka.

Und ich bin 40 geworden. Ryan Giggs noch nicht. Dafür war Ryan nicht zum Fehlpass Podcast eingeladen. Ich schon. Ätsch. Ist natürlich gut geworden, obwohl ich dabei war. Die anderen verstehen halt was von Fussball. Hat man nicht so oft bei Bayern Fans.

Back to the Fuck Yeah.

Und der Heinzkamke schreibt hier wunderbar zutreffende Worte über Götze. Ihn wie mich irritiert und verblüfft die Leichtigkeit. Und die scheinbare Leichtigkeit. Dieser Moment, wenn man denkt, wieso hat der Götze da auf einmal 3m Raum um zu passen um dann zu realisieren, dass er sich den raum selbst geschaffen hat durch die richtige Bewegung im richtigen Moment.

1 Comment

  1. Plus zwei! Ha!

    Danke schön für die Verlinkung. Vielleicht können wir irgendwann mal gemeinsam über Götze grübeln – bloß nicht während eines Spiels unserer Mannschaften, schiene mir aus Tiefenentspannungsgründen nicht ganz so geeignet.

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