Keine Vater-Tochter-Sache

Es ist ja so, dass ich regelmässig ankündigen muss, wenn unter der Woche Fussball läuft und ich den grossen Fernseher haben möchte. Vergesse ich es, weiss ich ganz genau, dass ich besser ohne dafür gelobt werden zu wollen, einige wesentliche Arbeiten in der Wohnung schnell, sauber und kommentarlos fertigstellen sollte. Die zutreffende Weisheit, dass ein Mann Dinge erledigt, wenn er es versprochen hat und nicht alle sechs Monate erinnert werden muss, die lasse ich dann weg.

Aber Frau und Töchter wissen, wie wichtig mir das Spiel ist und schlussendlich sitze ich dann vorm Fernseher.

Alleine.

Meine Frau verachtet Fussball und achtet meine Leidenschaft. Was eine unglaubliche Kombination ist. “Der letzte Scheiss, aber wenn du ihn so liebst und mit Begeisterung davon erzählen kannst, dann ist das toll.” Ihr muss ich allerdings nichts erzählen. Sie versteht Fussball nicht und will ihn nicht verstehen.

Und die Mädchen? Ach. Sie suchen den Schiedsrichter. “Der passt fei auf, dass sich keiner haut, gell?”

Das Ganze ist ohnehin nur der Vorspann für Erklärung von Zuneigung an den ColliniSue und seinen Blog Wochenendrebellen. Sein Sohn hat Asperger und die Beiden reisen an Wochenenden mit der Bahn durch die Republik und schauen sich Fussballspiele an auf der Suche nach dem Team für den Sohn. Ich bin mir sicher, er wird den BVB finden. Und wenn es K’lautern ist oder der BFC Dynamo, dann ist es halt so. Asperger ist das Eingangsthema des Blogs und dann doch im Verlauf keins mehr. Dort wird mit Witz, Chuzpe und intelligent von den Reisen, dem Sohn und dem Leiden und Lieben des Vaters erzählt.

Im Ernst: Lest das.

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