Radlmusi

Ich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit. Ziemlich regelmässig sogar, es sei denn es regnet wirklich richtig. Ich brauche dafür morgens ca. 35 Minuten und abends 27 Minuten. Bestzeit sind 23 Minuten. Morgens gemütlich um nicht völlig durchgeschwitzt im Büro aufzuschlagen. Ist nämlich weniger kernig männlich als allgemein angenommen.

Und ich dachte mir, wo ich schon mit 2012 abrechne und es kaum erwarten kann, bis 2013 so richtig losgeht mit der Abbuchung der KfZ-Steuer als originäres Startsignal, schaue ich doch mal, was ich auf dem Rad so gehört habe. Es wurde schon viel gelacht darüber, dass ich Helm trage, so eine neongelbe Sicherheitsweste und auf Reflektoren in den Rädern achte, dabei aber einen Schwung zu laut Musik höre. Aber Scheisse nochmal, wo denn sonst? Im Auto sind die Kinder, die Converge oder Sludge-Metal nichts abgewinnen können und Frau Vogel, die irritiert schaut. Zu Hause läuft Fuchs und Rübe oder das Lied vom IIIEEEEEEEEEEK wenn Kind Zwo die Nadel über die Platte schiebt.

Und die moderne Technik ermöglicht ja das genaue Mitzählen. Darum hier die 5 6 meistgehörten Songs aufm Rad in 2012:

Nummer 6: Propagandhi – Dear Coach’s Corner

Es geht um Hockey. Aber eigentlich um jeden Sport. Chris Hannah hat wie oft einfach recht. 12mal gehört.

Nummer 5: La Dispute – King Park

Darf man nicht zu oft hören. Der Text macht mich sonst zu fertig. 14mal gehört.

Nummer 4: Crowbar- Cemetery Angels

Mutter aller Breakdowns bei 2:20. Lasst dicke Metaller um mich sein! 14mal gehört.

Nummer 3: Alexisonfire – Sons of Privilege

Vorneraus. Sänger macht jetzt allerdings auf Singer- und Songwriter. Schwierig. 17mal gehört.

Nummer 2: Bonnie “Prince” Billy – Death to Everyone

Der beste Song von einem Wahnsinnsalbum. Aber völlig überraschend so weit vorne. Anscheinend bin ich morgens dann doch depressiver als ich dachte. 21mal gehört.

Nummer 1: Captain Planet – Pyro

War mir klar. Erst im Herbst erschienen, für mich aber Album des Jahres. Auf super heavy rotation. Grandioser Song. Wirklich. Und 33mal gehört.

Hey ho let’s go, 2013.

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