Drüben auf Twitter hatte der Marco die Idee, wir sollten doch ein Tape zusammenstellen, 2×45 Minuten mit der Musik, die wir hörten als wir 16 waren. Das ist natürlich hemmungslos sentimental und ich fürchte ein Ding von alten Männern, um sich für 2×45 Minuten einen Hauch Jugend zurückzuholen. Also genau mein Ding. Sechzehn war ich 1989. Und diese Musik habe ich damals gehört und ich war unglaublich privilegiert, hatte ich doch durch glückliche Fügung Zugang zur Tape-Trading Szene gefunden und damit zu Musik, die nicht im Radio lief. Ich habe hier Seite A für euch. Chromdioxid Band, Typ II von Maxell. 1. Depeche Mode –Read More →

Eigentlich beschimpfen sie mich. Und dies seit dem ersten Album. Auf jeder Split-Single. Und ich liebe sie dafür. Love A sind für mich noch Punk und haben heute ihr drittes Album veröffentlicht, Jagd & Hund. Auch auf Vinyl, mit Jutebeutel, Aufkleber, wie man das heute halt so macht. War “Eigentlich” 2011 noch ein ziemlich roher Brocken mit ins Hysterische kippenden Stücken (Prototyp: die 1:37 von Freibad) schloß sich daran “Irgendwie” an, ein Album, das mich 2013 mit seiner ersten Single “Windmühlen” zutiefst berührt zurückließ. Man kann man einen Song wie Windmühlen auch als tendenziell weinerlichen Befindlichkeitspunk definieren, der nur durch Attitüde und Punksound den richtigenRead More →

Ich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit. Ziemlich regelmässig sogar, es sei denn es regnet wirklich richtig. Ich brauche dafür morgens ca. 35 Minuten und abends 27 Minuten. Bestzeit sind 23 Minuten. Morgens gemütlich um nicht völlig durchgeschwitzt im Büro aufzuschlagen. Ist nämlich weniger kernig männlich als allgemein angenommen. Und ich dachte mir, wo ich schon mit 2012 abrechne und es kaum erwarten kann, bis 2013 so richtig losgeht mit der Abbuchung der KfZ-Steuer als originäres Startsignal, schaue ich doch mal, was ich auf dem Rad so gehört habe. Es wurde schon viel gelacht darüber, dass ich Helm trage, so eine neongelbe Sicherheitsweste und aufRead More →

Dies hier soll der erste Teil einer losen Serie werden, in der kurz epochale musikalische Missgriffe vorgestellt wurden. Platten, die ich gekauft, ein halbes Jahr gehört und dann verschwiegen habe. Ganz bewusst nicht Fehlkäufe, die schon beim ersten Durchlauf zum Hörsturz führten (Kostproben dieser Kategorie? 3 Doors Down, Warrior Soul, Ratt, sowas halt), sondern Platten die für ganz gross erachtet wurden, bis einen Jahre später der Schlag trifft. So ein Album ist Imaginations from the other Side von Blind Guardian, veröffentlicht 1995. Hier der Titelsong: Vielleicht muss man ein bisschen ausholen für Leute, die nicht Metal sozialisiert sind. Hansi (Merke: nur mit Diminuitiv ist manRead More →

Heute kein Fussball. Wie ich Manchester aufbereite, weiss ich noch nicht, daher heute nur auffe Zwölf mit Converge. Converge sind laut. Und sie wissen nach über 20 Jahren einfach was sie tun und was sie wollen. Sie haben heute wahrscheinlich eines der Alben des Jahres veröffentlicht, von dem es die Single im Stream gibt: Aimless Arrow Gestern gab es den offiziellen Epitaph Stream mit dem gesamten Album auch noch bei Youtube. Dann kam die Gema. Man kann natürlich Gegenmaßnahmen einleiten. Egal wo, hört es euch an. Ich habe gestern einen Durchgang im Stream geschafft und heute anderthalb Durchgänge auf dem Weg zur Arbeit. Es istRead More →

Vorneweg das Video von Pulled Apart By Horses Dann ein paar Worte zum Post-Hardcore. Es mag eine vorübergehend Phase sein, aber derzeit begeistern mich Bands wie etwa La Dispute, Touché Amoré, Thrice und die oben gezeigten Pulled Apart By Horses ungemein. Ich bin vor allem erstaunt, wie jung die Bands sind, aus eigener Wahrnehmung die 80er und frühen 90er als Blütezeit des Hardcore also gar nicht kennen und trotzdem musikalisch das an Energie aufgreifen, was mir immer gefallen hat und in komplexere Songstrukturen übertragen. Dazu etwa bei bei La Dispute Songtexte, die nicht aus “Brooklyn Muthafucka!” bestehen oder Ray Cappo Krishna Scheisse erzählen. Ich magRead More →

Ich finde Kettcar und Marcus Wiebusch im besonderen ja wirklich gut. Und zwar nicht, weil sie früher konsequente Punk-Musiker waren (Was sie natürlich waren mit …but Alive), sondern weil sie die Texte schreiben und die Musik machen, die sie wollen. Die Jungs sind ungefähr meine Generation, d.h. man ist kurz davor oder hat die 40 gerissen. Natürlich gibt es diesen schmerzhaften Hang zu Neo-Folk, der mich immer noch neue Death-Metal-Alben kaufen lässt ob der Schauderhaftigkeit vieler Ergüsse. Spex, Visions (wann haben die eigentlich die Songwriter Kategorie bei den Plattenkritiken eingeführt?) feiern sie für die Neue Ernsthaftigkeit ab. Ich auch. Ich habe schlicht keine Lust mehr,Read More →